Freiwillige Feuerwehr
Heroldsberg

Sonderübung Schwimmbad

Am Sonntag den 11.07.2010 fand unsere alljährliche Sonderübung "Schwimmbad" zusammen mit den Kameraden der FF Büchenbühl und mit Unterstützung der Wasserwacht Heroldsberg statt. Dieses Jahr waren neben der Begehung der neuen Chlorgasanlage des Schlossbades gleich zwei extravagante Programmpunkte angesagt: 1. "Baden mit PA" und 2. "Bootfahren im Schwimmerbecken" - Ganz so entspannt wie es klingt war der Hintergrund der Übung natürlich nicht.

1. Baden mit PA

Bei dem ersten Teil ging es primär darum den Atemschutzgeräteträgern Vertrauen in die Geräte zu vermitteln. Im Einsatz ist es durchaus denkbar, dass beispielsweise in einem verrauchten Keller ein mit Wasser gefüllter Swimming Pool übersehen wird oder auch ein überfrorener Gartenteich nicht erkannt wird und man unfreiwillig Baden gehen könnte.
Auch in dieser Situation muss das Verhalten routiniert bleiben, eine wichtige Voraussetzung hierfür ist das Wissen um die technischen Fähigkeiten, die das Atemschutzgerät in dieser Situation aufweist. Als Einsatzbekleidung haben wir das Model "Freibad" gewählt. Jeder Atemschutzgeräteträger konnte sich wahlweise mit einem neuen und/oder alten Gerät ausrüsten und dann das kühle Nass schwimmender und tauchender Weise genießen. Die meisten testeten beide Geräte und konnten die Erfahrung machen, dass Stahlflaschen besser unter Wasser ziehen als GFK-Flaschen, bzw. letztere eher für Auftrieb sorgen. Da alles perfekt funktioniert hat und wir demnach nun wissen, dass im Falle eines Sturzes in ein Gewässer ein Entern der rettenden Kante ohne zu viel Aufregung möglich ist, hat die Übung sehr viel Spaß gemacht.
Wer davon noch nicht genug hatte, konnte auch noch richtig und wirklich sicher mit einem von den Nürnberger Kamerden mitgebrachten Tauchgerät das Schimmbad unsicher machen, an dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön für die mitgebrachten Gerätschaften.

2. Bootfahren im Schwimmerbecken

Nachdem wir also blubbernder Weise eine Bahn in Anspruch genommen hatten, haben wir zum noch größeren Erstaunen der anderen Badegäste auch noch das nagelneue Schlauchboot zu Wasser gelassen. Zum Glück steht Feuerwehr darauf, da der Bademeister sonst eventuell in Erklärungsnot gekommen wäre.
Ein Nebeneffekt war hierbei auch noch, dass das letzte Gerät des neuen Rüstwagens richtig getestet werden  konnte --> die beruhigende Erkenntnis: Das Schlauchboot schwimmt erfreulicherweise besser als die GFK-Flasche und konnte somit als dicht abgesegnet werden.
Für uns ergab sich die Möglichkeit die Inbetriebnahme und Wasserrettung mit dem Boot nicht nur theoretisch sondern incl. Wasser und freiwilligen Opfern aus den eigenen Reihen auch praktisch zu üben.

Auch die Schwimmwesten lagen bereit und konnten wie auch schon im Vorjahr ausprobiert werden.
Da auch das Wetter perfekt mitgeübt hat, hat diese Übung richtig Spaß gemacht und auch Kameradschaft und Zusammenarbeit zwischen den Wehren und der Wasserwacht haben davon profitiert - Alles in allem ein sehr erfolgreicher Sonntag.